Gare du Nord ist ein kuratierter Produktions- und Aufführungsort für die Schweizer und internationale zeitgenössische Musikszene. In rund 100 Veranstaltungen pro Saison präsentieren Profimusiker*innen, Komponist:innen und Sänger:innen ...
Mikropolyphonie!
Ensemble Phoenix Basel
Im Falle eines Klavierduos sind die Möglichkeiten begrenzt. Dennoch gelang es Ligeti, insbesondere im dritten Satz, durch sich überlagernde Zweiunddreissigstel-Läufe im Resonanzraum des Tonhaltepedals die Illusion einer kontinuierlich pulsierenden Klangmasse zu erzeugen. Der entstehende «Klangcluster» wirkt wie ein lebendiger Organismus, der sich ausdehnt, zusammenzieht und seine Farbe fortwährend verändert. Der zweite Satz bildet dazu einen reizvollen Kontrast durch eine spielerische und humorvolle Hommage an die Pioniere der amerikanischen Minimal Music, Steve Reich und Terry Riley.
Der französische Komponist Christophe Bertrand greift in seinem Sextett «Satka» ebenfalls auf repetitive, ineinander verschobene Klangmuster und Phasenverschiebungen zurück, die stark an Steve Reichs Minimal Music und an György Ligetis Mikropolyphonie erinnern.
«Die schwache Wechselwirkung spielt eine wichtige Rolle bei der Proton-Proton-Reaktion, mit der in der Sonne Wasserstoff zu Helium umgewandelt wird. Die bei diesem Prozess freigesetzte Energie ist die Grundlage der die Erde erreichenden Sonnenstrahlung.» (Georg Friedrich Haas)
Typisch für Haas erforscht das Stück die mikrotonale Innenwelt der Klänge und übersetzt dieses unsichtbare, aber fundamentale Naturphänomen in ein hochsensibles, hypnotisches Klanggewebe. Das Werk entstand 2024 als Auftragswerk des israelischen «Meitar Ensemble» und wurde 2025 unter der Leitung von Pierre-André Valade beim Festival «Ultraschall Berlin» uraufgeführt.
Der deutsche Geiger und Komponist Friedemann Treiber, Konzertmeister dieses Programms, knüpft in seinem kompositorischen Schaffen an die Tradition der Zweiten Wiener Schule an. Geprägt von seinem Lehrer Hansheinz Schneeberger und dessen Verehrung für Alban Berg, bewegt sich seine Musik zwischen Dodekaphonie, begrenzter Aleatorik sowie freier Tonalität und Atonalität. Trotz ihrer strukturellen Komplexität zeichnet sie sich stets durch eine unmittelbare emotionale Ausdruckskraft aus.
Sa. 27.2.27 um 19:00 Uhr
So. 28.2.27 um 18:00 Uhr
zur Website der Veranstalter:in
Samstag, 27. Februar 2027
Gare du Nord
20:00 Uhr
CHF 35.-/25.-/15.- (frei wählbar an der Abendkasse oder im Vorverkauf)
Freier Eintritt gilt für Personen mit Aufenthaltsbewilligung N, F oder S. / CHF 5.- Studierende der Hochschule für Musik FHNW und des Musikwissenschaftlichen Seminars der Uni Basel / CHF 10.- Mitglieder Colourkey, KulturLegi und Kinder unter 12 Jahren.
Sonntag, 28. Februar 2027
Gare du Nord
19:00 Uhr
CHF 35.-/25.-/15.- (frei wählbar an der Abendkasse oder im Vorverkauf)
Freier Eintritt gilt für Personen mit Aufenthaltsbewilligung N, F oder S. / CHF 5.- Studierende der Hochschule für Musik FHNW und des Musikwissenschaftlichen Seminars der Uni Basel / CHF 10.- Mitglieder Colourkey, KulturLegi und Kinder unter 12 Jahren.
Gare du Nord
Zugänglichkeit:
Gare du Nord ist über die allgemeinen Perronzugänge stufenlos erreichbar.
Ein Rollstuhl-WC steht im Bahnhof beim Zoll zur Verfügung (Eurokey an der Bar erhältlich).
Eine Assistenzperson kann einen Gratiseintritt erhalten. Wir bitten um Voranmeldung.
Als Ansprechperson steht Ihnen Frau Osthoff zur Verfügung:
+41 (0)61 683 13 13 / fosthoff@garedunord.ch