Während drei Tagen im November steht die Buchwelt in Basel Kopf. Am internationalen Literaturfestival BuchBasel finden jährlich über 70 Veranstaltungen mit über 100 regionalen, nationalen und internationalen Gästen und rund 6'000 Besucher*innen ...
Witchful Thinking: Künstlerische Intelligenz und literarische Vorstellungskraft
Klimakatastrophe, Autokrat*innen und Tech Bros: Die Welt, wie wir sie kannten, wird gerade mit solcher Wucht infrage gestellt, dass man meinen könnte, es gäbe für Auswege keine Worte mehr. Regiert nur noch das Recht der Stärkeren? Ist Widerstand zwecklos? Oder könnte nicht gerade die Literatur mit ihrer Verwandlungskraft Hoffnungen in Realitäten übersetzen? In faschistischen Gesellschaften provoziert jede Schwäche die Aggression der Stärkeren: Aber wie schwach ist es, nur auf dem Rücken von anderen stark sein zu können? In welcher Beziehung stehen Stärke und Schwäche zueinander und wie viel Stärke liegt in der Schwäche? Julia Weber und Hengameh Yaghoobifarah versuchen uns im Gespräch mit Cornelia Pierstorff aus der Sprachlosigkeit zu führen – mit einer Prise literarischer Magie und dem Wissen ganz neuer Hexen.
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Samstag, 14. November 2026
Saal
15:30 Uhr - 16:30 Uhr
Julia Weber (*1983 in Moshi, Tansania) lebt in Zürich und studierte Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Sie ist Autorin, Mitgründerin verschiedener literarischer Initiativen, unter anderem dem Literaturdienst, und war Kolumnistin für den Tages-Anzeiger. Ihr Debütroman Immer ist alles schön (2017) wurde vielfach ausgezeichnet und für den Schweizer Buchpreis nominiert. Auf Die Vermengung (2022), ausgezeichnet mit dem Schillerpreis der Zürcher Kantonalbank, folgte Anfang 2026 ihr dritter Roman Weil ich Ruth bin.
Stand: Oktober 2026
Hengameh Yaghoobifarah ist ein_e in Berlin lebende_r Schriftsteller_in, Redakteur_in bei Delfi. Magazin für neue Literatur und DJ. Zu Hengamehs Veröffentlichungen zählen die gemeinsam mit Fatma Aydemir herausgegebene Essaysammlung Eure Heimat ist unser Albtraum, das Romandebüt Ministerium der Träume, das WDR-Hörspiel Unverpackt sowie die Kolumnensammlung Habibitus, die auf der Shortlist für den Kurt-Tucholsky-Preis 2023 nominiert war. 2024 erschien der zweite Roman Schwindel. Ausserdem hostet Hengameh den Gesprächspodcast Auf eine Tüte.
Stand: Oktober 2026
Cornelia Pierstorff ist Literaturwissenschaftler*in an der Universität Zürich. Pierstorff forscht und lehrt an der Schnittstelle von Literatur und Gesellschaft, insbesondere im Bereich von Gender und Queer Studies, zu Fragen der Intersektionalität und zu sexualisierter Gewalt. Aktuell ist Pierstorff Mitglied der Young Academy for Cultures and Societies Research am Freiburg Institute for Advanced Studies. Zuletzt als Co-Herausgabe erschienen: Poetiken der Verletzbarkeit. Gewalt, Affekte und Widerstand im 20. und 21. Jahrhundert (2026).
Stand: Oktober 2026