Während drei Tagen im November steht die Buchwelt in Basel Kopf. Am internationalen Literaturfestival BuchBasel finden jährlich über 70 Veranstaltungen mit über 100 regionalen, nationalen und internationalen Gästen und rund 6'000 Besucher*innen ...
Ann Cotten: Poller
Wofür ist ein Poller gut? Je nach Perspektive stört er, steht – manchmal windschief – im Weg herum oder ist eine Einladung, stehen zu bleiben. Er kann ein Hindernis sein und ein Schutz, eine Begrenzung oder ein Ruhepol. In Ann Cottens neuem Gedichtband ragen verschiedenste Ausformungen der namensgebenden Poller in die Texte. In den Gedichten geht es um unsere handfeste Gegenwart, um Sozialpolitik und Klima, um Vorstellungen von Geschlecht, um öffentliche Orte und idyllische Landschaften und darum, wie sie die Schieflagen unserer Gegenwart kaschieren. «Wie man sich pflanzt, so lügt man» – so steht es hinten auf dem Buch. Poller ist eine Einladung, um die Ecke zu schauen, unter den Strich zu blicken und zum unbequemen Denken in der Poesie.
zur Website der Veranstalter:in
Samstag, 14. November 2026
Galeriesaal
12:30 Uhr - 13:30 Uhr
Ann Cotten ist Schriftstelly, Übersetzy und Theorie-Fuzzy, derssen Spass mit sprachlichen Genderingmethoden (Phettbergsches Entgendern, «polnisches Gendering») in der medialen Wahrnehmung die seihrner zahlreichen Werke ernsthaften Inhalts überschattet. Cotten arbeitet seit 2021 an einer materialistischen Poetik als PhD-Projekt an der FU Berlin und gibt seit 2023 in Wien die jährlich erscheinende Zeitschrift Triëdere für literarische Essayistik mit heraus. Cottens Arbeit wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Rompreis der Villa Massimo. Kürzlich erschienen von ihr Texte für Aliens. Anomie und Isonomie (Verbrecher Verlag 2026) und Poller. Idyllen (Suhrkamp 2026).
Stand: Oktober 2026
Svenja Reiner arbeitet als Kulturwissenschaftlerin, Autorin und Literaturvermittlerin. 2019 und 2021 leitete sie zusammen mit Son Lewandowski Insert Female Artist. 2022–2024 leitete sie das Forschungsprojekt Literarisches Forum für feministische Stimmen, das in drei Phasen die öffentliche Literaturförderung in Nordrhein-Westfalen untersuchte. Zuletzt war sie die künstlerische Leiterin von kindly invited, ein Symposium und Literaturfestival zur Zukunft der Literatur auf der Bühne. Svenja Reiner promoviert in der Musikwissenschaft über Fans in der Neuen Musik und lehrt(e) an der Universität Köln, der Universität Münster, der HfMT[BA1] Köln, der Medienakademie Dortmund sowie der Hochschule Osnabrück. Sie wurde mit dem Münchner Förderpreis für deutschsprachige Dramatik 2016 ausgezeichnet und schreibt dramatisch, lustig, wissenschaftlich, eine Podcastkolumne und Bücher. Darüber hinaus moderiert sie Lesungen, leitet Workshops und hält Vorträge in den Themenfeldern Popular Music Studies, Fan Studies sowie Literatur- und Kulturpolitikforschung. Ausserdem entwickelte und produzierte sie den Audible Original Podcast Der Funke. Sie lebt mit zwei Katzen in Köln.
Stand: Oktober 2026