Während drei Tagen im November steht die Buchwelt in Basel Kopf. Am internationalen Literaturfestival BuchBasel finden jährlich über 70 Veranstaltungen mit über 100 regionalen, nationalen und internationalen Gästen und rund 6'000 Besucher*innen ...
Erzählte Normen: Über Repräsentation, chronische Erkrankungen und Neurodivergenz in der Literatur
Literatur über Behinderungen, chronische Erkrankungen und Neurodivergenz ist heute sichtbarer denn je. Doch wer erzählt diese Geschichten – und wer wird dabei ausgelassen? Welche Bilder von Krankheit prägen Literatur und Öffentlichkeit bis heute? Und wie lassen sich stereotype Vorstellungen von Leid, Heilung oder Überwindung durchbrechen? Die Autorinnen Paula Fürstenberg und Maria Zimmermann sprechen über Repräsentation, Selbstbestimmung und die Verantwortung des Erzählens. Gemeinsam diskutieren sie, weshalb Sichtbarkeit allein nicht genügt, welche Narrative den Literaturbetrieb noch immer bestimmen und wie neue literarische Stimmen unsere Vorstellungen verändern.
Diese Veranstaltung bildet den Auftakt zur Reihe Normwechsel, die im Literaturhaus Basel fortgeführt wird.
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Samstag, 14. November 2026
Saal
11:00 Uhr - 12:00 Uhr
Paula Fürstenberg (*1987) wuchs in Potsdam auf und studierte am Schweizerischen Literaturinstitut sowie an der Humboldt-Universität. 2016 erschien ihr Debütroman Familie der geflügelten Tiger, 2024 ihr zweiter Roman Weltalltage, 2026 das Buch Niewiedervereinigung. 100 Zwischenrufe zur deutschen Einheit. Für ihre Arbeit wurde sie mit zahlreichen Stipendien ausgezeichnet. Neben der Arbeit als Schriftstellerin ist sie auch als Kuratorin, Lehrende, Herausgeberin und in verschiedenen künstlerischen Kollektiven tätig. Aktuell ist sie Jurymitglied für den Internationalen Literaturpreis und tourt mit der literarischen Girlband No Scribes. Seit 2011 lebt Fürstenberg in Berlin und im Sommer auch in einer Datsche im Brandenburgischen.
Stand: Oktober 2026
Maria Zimmermann, geboren 1991 in Zürich, studierte Vermittlung von Kunst und Design an der Zürcher Hochschule der Künste. Im MAS Design Direction befasste sie sich mit barrierefreier Gestaltung, und entwickelte das Spiel «Zumutungen». Seit 2018 ist sie als zudem Textilkünstlerin tätig und bringt unter dem Label Alles wird gut. kleine Stickereien unter die Menschen. Ihre grösseren Werke zieren Plattencovers, Jacken und Wände. Durch die Entdeckung ihres Autismus inspiriert, beschloss sie, das Thema sprachlich und illustratorisch in ihrem Debüt Anders nicht falsch zu behandeln.
Stand: Oktober 2026
Marah Rikli ist Autorin, Moderatorin, Speakerin und Beraterin mit den Schwerpunkten Inklusion, Diversität und Gleichstellung. Sie begleitet Organisationen, Unternehmen und Festivals bei der Entwicklung inklusiver Strukturen, moderiert Veranstaltungen und Podien und schafft Räume für fundierten, konstruktiven Dialog. Als Journalistin und Autorin veröffentlichte sie Texte unter anderem in annabelle, Das Magazin, Republik und NZZ. Ihre Essays erschienen im Verlag sechsundzwanzig sowie im Kunstprojekt #carecity_stories. Grössere Bekanntheit erlangte sie mit dem Podcast Sara und Marah im Gespräch mit …, der mit einem Award für beste Neuheiten prämiert wurde, und der Gesprächsreihe im theatre.a.part in Zürich: Hinter den Kulissen – der Deep Talk mit Marah Rikli. Zudem ist sie Initiantin und Festivalleiterin des feministischen Kunstfestivals KIN und künstlerische Leiterin des Festivals InkluVision, das sich für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) engagiert. Marah Rikli lebt in Zürich.
Stand: Oktober 2026