Das Dreispartenhaus im Herzen von Basel bietet hochwertige Produktionen mit einem breit gefächerten Repertoire. Von September bis Juni werden auf drei Bühnen (Grosse Bühne, Kleine Bühne und Schauspielhaus) rund 600 Vorstellungen aus den Sparten ...
New Works: Hakobyan/Jung
Neukreationen von Anne Jung und Lilit Hakobyan. Massgeschneidert für das Ballett Basel
Zwei aufstrebende Choreographinnen präsentieren ihre neuen Kreationen
Seit 2011 macht sich Lilit Hakobyan einen Namen als interdisziplinäre Künstlerin. Ihr filmisches Arbeiten prägt ihr choreographisches Denken, während sie in der Fotografie gezielt nach dem dynamischen Moment des Tanzes sucht. Auch Anne Jung, international gefragt für ihr kraftvolles und energetisches Tanzvokabular, schafft faszinierende Bildwelten. Aus der Talentschmiede des Nederlands Dans Theater in Den Haag hervorgegangen, realisierte sie 2016 im Programm ‹Switch by NDT Dancers› ihre erste eigene Choreographie.
Teil 1
Im ersten Teil des Abends richtet Anne Jung in ihrer neuen Arbeit ‹Éphémère› den Blick auf die Flüchtigkeit des Augenblicks. In kunstvoll inszenierten Unschärfen zwischen Begegnung und Auflösung begreift sie Vergänglichkeit als einen fortwährenden Prozess. Ihre Bilder wirken wie Illusionen: Begegnungen entstehen, verändern sich und verschwinden wieder. Jung interessiert, wie Zeit vergeht und wie zwischenmenschliche Begegnungen Spuren in unseren Körpern und unserem Bewusstsein hinterlassen. Alles ist in Bewegung, alles befindet sich im ständigen Wandel.
Teil 2
Im zweiten Teil setzt sich Lilit Hakobyan in ihrer Uraufführung ‹The Urge› mit der rohen, ritualisierten und soghaften Seite des Tanzes auseinander. Inspiriert wurde sie von der wohl bekanntesten Choreomanie der Geschichte, der sogenannten ‹Strassburger Tanzwut› von 1518. Über Wochen hinweg wurden bis zu 400 Menschen von einem unkontrollierbaren Tanzdrang erfasst – ein Phänomen, das als ekstatische religiöse Verzückung begann und in eine kollektive Massenhysterie mündete. Hakobyans neues Werk erforscht extreme körperliche Zustände und legt jene Formen von Irrationalität offen, die entstehen, wenn Kontrolle zerfällt und der Körper an seine physischen wie mentalen Grenzen gerät.
Beide Werke werden von musikalischen Uraufführungen der Sounddesigner Samuel van der Veer und Kirill Richter begleitet – ein Abend, der die Kreativität und Dynamik der jungen Tanzgeneration eindrucksvoll erlebbar macht.
- Ca. 1 Stunde 30 Minuten inklusive Pause
- Interessant für Menschen ab 10+
zur Website der Veranstalter:in
Samstag, 21. März 2026
Theater Basel, Schauspielhaus
19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Mittwoch, 25. März 2026
Theater Basel, Schauspielhaus
19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Samstag, 28. März 2026
Theater Basel, Schauspielhaus
19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Samstag, 11. April 2026
Theater Basel, Schauspielhaus
19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Sonntag, 10. Mai 2026
Theater Basel, Schauspielhaus
18:30 Uhr - 20:00 Uhr
Dienstag, 12. Mai 2026
Theater Basel, Schauspielhaus
19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Dienstag, 19. Mai 2026
Theater Basel, Schauspielhaus
19:30 Uhr - 21:00 Uhr
- Choreographie & Konzept ‹The Urge› – Lilit Hakobyan
- Choreographie & Konzept ‹Éphémère› – Anne Jung
- Choreographische Assistenz ‹The Urge› – Ralitza Malehounova
- Choreographische Assistenz ‹Éphémère› – Takako Nishi
- Komponist ‹Éphémère› – Kirill Richter
- Sounddesign ‹The Urge› – Samuel van der Veer
- Bühne – Marvin Ott
- Kostüme – Thomas Lempertz
- Dramaturgie – Lucie Machan
- Licht – Vassilios Chassapakis
Theater Basel, Schauspielhaus
Zugänglichkeit:
Alle unsere Spielstätten sind rollstuhlgängig. Sie verfügen über rollstuhlgängige WCs und Rollstuhlplätze. Für eine Reservation kontaktieren Sie bitte unsere Billettkasse: +41 (0)61 295 11 33
FM-Höranlage (Funk), Hörhilfen sind ausleihbar.
Weitere Infos: https://www.theater-basel.ch/barrierefreiheit